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Haufenweise Bewegung
Während des letzten Sommermonats, im November, stehen die Sternbilder der Pereuslegende Kepheus, Kassiopeia,
Andromeda, Walfisch und Perseus hoch am nächtlichen Himmel. In der Schatzkammer diese "königlichen Familie" ist
ein Schmuckstück verborgen, das sich besonders für die Beobachtung mit dem Feldstecher anbietet: Melotte 20
(kurz Mel 20), der Perseus-Bewegungshaufen. Die fünfzig bis siebzig jungen Sonnen dieses Offenen Sternhaufens sind
leicht zu finden, dem Mirphak, der hellste Stern dieser Ansammlung, ist auch gleichzeitig mit 1,8ter Größe der hellste
Stern des Perseus. Gemeinsam bewegen sich die Mitglieder des etwa drei Grad großen Haufens in Richtung Pegasus durch
den Weltraum.
Auf Grund der geringen Entfernung von nur etwa 600 Lichtjahren können Sie an einem dunklen Standort
etliche Sterne von Mel 20 schon mit dem bloßen Auge erkennen. Am markantesten ist dabei das Gebiet südlich von Mirphak,
da dort die hellsten Sonnen des Haufen liegen. Auch wen sich Ihr Beobachtungsplatz in der Vorstadt befindet sollten
Sie den Sternhaufen in´s Visier nehmen. Denn der Blick durch den Feldstecher offenbart die ganze Schönheit der meist
bläulich weißen Sonnen - mit einem strahlenden Mirphak in ihrer Mitte. Auffällig ist auch eine mehrfach geschwungene
Sternenkette, die sich dort beginnend in westlicher Richtung erstreckt.
Schon ein 30- oder 40mm Feldstecher mit
geringer Vergrößerung ist für eine erfolgreiche Beobachtung ausreichend du mit 50mm Öffnung kommen Sie in den Genuss
von mehr als 50 Sternen unterschiedlicher Helligkeit. Aber auch ein Versuch mit höheren Vergrößerungen ist lohnend,
wenn auch der Gesamteindruck durch das kleine Gesichtsfeld dabei leicht verloren geht.
(Feldstechertipp Astronomie Heute, November 2005)
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