Sonne_10_03_2005_big (135K)
   Protuberanz_big (23K)  

Jetzt geht´s rund Im Gegensatz zur Beobachtung im Weißlicht, bei der hauptsächlich relativ "ruhige" Strukturen wie Sonnenflecken zu beobachten sind, geht´s im H-Alpha-Licht richtig rund. Hier wird die Chromosphäre sichtbar, eine dünne und turbulente Schicht heißen Gases. Die sich ständig verändernden Protuberanzen, Filamente und Sonneneruptionen, sogenannte Flares sind dort sichtbar. Fast jeden Tag gibt es Neues zu sehen. Dafür wird jedoch ein spezieller H-Alpha-Filter benötigt, der nur einen winzigen Teil des Lichts passieren lässt.

Besonders die Protuberanzen sind faszinierende Gebilde in majestätischen Bögen, Säulen und Fächern in unterschiedlichen Größen. Eine Zeichnung davon wird Sie noch lange an die Beobachtung erinnern. Ein Aufbau in vier Schritten bringt Sie schnell an´s Ziel:

1. Mit einer Schablone z. B. den Deckel eines Kochtopfes markieren Sie den Sonnenrand und skizzieren den Umriß der Protuberanz mit lockeren Strichen

2. Im zweiten Schritt konzentrieren Sie sich auf die hellen Stellen und dichten Teile. Ein weicher Bleistift mit der Härte 2B ist dafür gut geeignet.

3. Jetzt sind die feineren nebelartigen Strukturen an der Reihe. Mit wenig Druck und einem "stumpfen" weichen Bleistift können Sie auch hauchzarte "Schleier" auf dem Papier entstehen lassen.

4. Zum Abschluß geben Sie der Sonne noch die typischen "Apfelsinenstruktur", die sich mit kreisenden und sich überlagernden Strichen leicht erreichen lässt.

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