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Jetzt geht´s rund
Im Gegensatz zur Beobachtung im Weißlicht, bei der hauptsächlich relativ "ruhige" Strukturen
wie Sonnenflecken zu beobachten sind, geht´s im H-Alpha-Licht richtig rund. Hier wird die
Chromosphäre sichtbar, eine dünne und turbulente Schicht heißen Gases. Die sich ständig
verändernden Protuberanzen, Filamente und Sonneneruptionen, sogenannte Flares sind dort sichtbar. Fast
jeden Tag gibt es Neues zu sehen. Dafür wird jedoch ein spezieller H-Alpha-Filter benötigt,
der nur einen winzigen Teil des Lichts passieren lässt.
Besonders die Protuberanzen sind faszinierende Gebilde in majestätischen Bögen, Säulen und
Fächern in unterschiedlichen Größen. Eine Zeichnung davon wird Sie noch lange an die Beobachtung
erinnern. Ein Aufbau in vier Schritten bringt Sie schnell an´s Ziel:
1. Mit einer Schablone z. B. den Deckel eines Kochtopfes markieren Sie den Sonnenrand und skizzieren
den Umriß der Protuberanz mit lockeren Strichen
2. Im zweiten Schritt konzentrieren Sie sich auf die hellen Stellen und dichten Teile. Ein weicher
Bleistift mit der Härte 2B ist dafür gut geeignet.
3. Jetzt sind die feineren nebelartigen Strukturen an der Reihe. Mit wenig Druck und einem "stumpfen"
weichen Bleistift können Sie auch hauchzarte "Schleier" auf dem Papier entstehen lassen.
4. Zum Abschluß geben Sie der Sonne noch die typischen "Apfelsinenstruktur", die sich mit kreisenden
und sich überlagernden Strichen leicht erreichen lässt.
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